Landestypische Küche
Die algerische Küche kann als mediterrane Küche bezeichnet werden, denn die Lage am Mittelmeer sorgt dafür, dass Fisch und Meeresfrüchte in großer Zahl und in den verschiedensten Variationen auf der Speisekarte stehen. Darüber hinaus wird auch Lamm- und Schafsfleisch vielfach angeboten. Man merkt der algerischen Küche, die unterschiedlichsten Einflüsse ein, wie etwa die Zeit als französische Kolonie oder den Einfluss der Berber und Türken.
Datteln, Oliven, Trauben und Obst werden besonders häufig bei der Zubereitung verwendet. Die gängigsten Gewürze sind Muskat, Safran, Kreuzkümmel und Zimt sowie Koriander, Petersilie und frische Pfefferminze. Die Gewürze, aber auch die sehr süßen Nachspeisen zeigen mehr als deutlich den starken Einfluss der Araber und Türken.
Ein typisches algerisches Hauptgericht besteht aus Fisch oder Fleisch, als Beilage wird in der Regel Kuskus gereicht und die Soße wird mit den unterschiedlichsten Gemüsesorten zubereitet. Zu den Speisen wird meist Harisa gereicht, eine sehr scharfe Soße. Eintöpfe findet man sehr zahlreich in der algerischen Küche, diese gehen auf die andalusischen Einflüsse zurück. Typische Gerichte, die man auf den Speisekarten nahezu aller Restaurants findet, sind etwa Tajina, ein Eintopf, der mit Lamm zubereitet wird, oder Shakshuba, ebenfalls ein Eintopf, der neben Zwiebel, Tomaten und Paprika auch Eier enthält.
In Algerien gibt es aber auch zahlreiche Imbissstände, an denen man gefüllte Baguettes oder Merguez, das sind scharfe Würstchen aus Lammfleisch. Insgesamt ist die algerische Küche aber weniger scharf als diejenige des benachbarten Marokkos. Getrunken werden hauptsächlich Mineralwasser, Fruchtsäfte und Tees. Alkohol erhält man zwar in den meisten Hotels, aber in den normalen Restaurants muss man darauf verzichten, Grund dafür ist das Alkoholverbot im islamischen Glauben.